Carlos kommt! Yánesha-Indianer besucht Schulen in Deutschland

Für 2019 planen wir einen Besuch des Yánesha-Indianers Carlos in Deutschland. Während dieser Zeit möchten wir gemeinsam mit Carlos Schulen besuchen, um den deutschen Kindern und Jugendlichen eine Begegnung mit dieser besonderen Kultur zu ermöglichen. Carlos wird vom Leben der Indianer berichten und Alltagsgegenstände, Musik und interessante Geschichten aus seinem Dorf mitbringen. Gemeinsam mit Carlos möchten wir auch auf die besondere Bedeutung Amazoniens hinweisen, auf die Situation der Indianer und ihrer Regenwälder hinweisen und mit den Schülern über Globalisierung und Nachhaltigkeit ins Gespräch kommen. Wenn ihr Lehrer oder Lehrerinnen kennt oder guten Kontakt zur Schule eurer Kinder habt, dann leitet diese Information weiter. Alle, die Interesse haben können uns gern schreiben: info (a) chance-international.org

Carlos mit seiner Tochter im Bibelgespräch, bei der Gartenarbeit und mit anderen Dorfältestens aus seinerm Heimatdorf

 

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Berner erlebt Veränderung auf einer Schulung von Chance e.V.

Berner war ein misstrauischer Mann. Auf Grund von Dikriminierung und Ausbeutung seines indigenen Volkes in Peru, war er abweisend. Erst auf einer Schulung für Indianeranführer, die Chance e.V. ausrichtete, fing er an, sich zu verändern. Jetzt soll diese Veränderung in anderen Dorfgemeinschaften weitergehen. Hier ein paar Bilder von Berner auf der Chance-Schulung und in seinem Heimtdorf:

 

Kenia: Endlich geht es los!

Nach monatelanger Dürre, Politchaos und schwieriger Eintragung unserer Partnerorganisation eröffnet im Februar endlich das zweite Chance-Büro in Kenia – in der Maasai-Gemeinschaft Siana, in direkter Nachbarschaft zur Maasai-Mara.

Ab sofort nehmen wir hierfür Spenden auf unser normales Spendenkonto DE92 3506 0190 1014 4450 10 mit dem Vermerk „Kenia 8400“ entgegen.

Erste Hilfe und Brandbekämpfung in Peru

Unsere Partnerorganisation arbeitet eng mit anderen Einrichtungen zusammen. Um für alles gerüstet zu sein, gab es kürzlich eine Schulung für das ganze Team. Die freiwillige Feuerwehr trainiert nicht nur das Team, sondern auch die Patenkinder und ihre Familien sowie die Volontäre aus Deutschland und die Bewohner unserer Partnerdörfer.

Besuch, der Menschen verändert

Im November waren wir mit einer Besuchergruppe aus Deutschland zu Besuch im Indianerdorf Pichanaz. Jetzt war unsere Volontärin Rebekka wieder dort und beschreibt, wie sehr dieser ganz einfache Besuch die Menschen und das Dorf verändert und so das Fundament für eine langfristige Projektpartnerschaft geschaffen hat:
 
„Am Mittwoch war ich mit Mundi wieder in Pichanaz. Als wir mit dem Dorfchef zu einer Besprechung zusammensaßen, kamen immer wieder Menschen vorbei, die mich herzlich und mit Namen begrüßten. Unser Besuch im November hat große Spuren hinterlassen. Denn vorher hatte ich die Menschen im Dorf noch sehr zurückhaltend und etwas misstrauisch erlebt. Wie schön zu sehen, wie wir gemeinsam diese Ängste abbauen konnten und einen Kulturaustausch geschaffen haben. Das verändert Menschenherzen und macht auch die Projektarbeit möglich.
Chance e.V. leistet wirklich eine wertvolle Arbeit, die Vertrauen schafft und Menschen, trotz unterschiedlicher Kulturen, aufeinander zugehen lässt. Was für ein Segen!“
Mehr Infos zu Freiwilligeneinsätzen und Projektbesuchen gibt es hier: http://www.chance-international.org/Chance_D/Freiwilligendienste/Chance-was-dich-erwartet-peru.html
Fotos: Rebekka in Pichanaz

2018: Hoffnung für abgelegene Dörfer

Viele Dörfer in Peru und Kenia sind in Gefahr: Landrechtskonflikte und Armut, Bildungsmangel und Perspektivlosigkeit, Waldzerstörung und Dürre bedrohen das Überleben der Menschen.

Doch in den Chance-Partnerdörfern, wie z.B. San Gerónimo und San Pedro de Pichanáz in den Regenwäldern Perus genauso wie im kenianischen Siana, wollen die Dorfbewohner sich nicht länger entmutigen lassen. Sie organisieren sich, um ihre Dörfer zu retten, ihren Kindern Perspektiven zu schaffen, die Armut zu bekämpfen und ihre Wälder und Savannen zu bewahren.

Angeführt werden sie dabei von besonders engagierten Dorfbewohnern wie Ronald und Berna, Rebeca und Juan sowie Moses, Mark und Lineth. Chance e.V. begleitet sie, damit ihr Traum von einer lebenswerten und nachhaltigen Zukunft wahr werden kann.

Die Indianer aus San Gerónimo leben in einer malerischen, aber bettelarmen Siedlung im Regenwald. Doch korrupte Beamte wollen das Dorf nicht anerkennen, die Menschen vertreiben und das Land an Spekulanten verschachern. Viele Kinder leiden an Mangelernährung, weil Eindringlinge durch Dynamit-Fischen die Flüsse zerstört und die Wälder leer gejagt haben. Ronald und Berna mobilisieren das Dorf und sind viel unterwegs. Denn bei der Schulbehörde, dem Amt für Indianerangelegenheiten und dem Katasteramt müssen sie immer wieder um ihre Rechte kämpfen. Chance e.V. macht den Dorfbewohnern Mut und finanziert die Reisekosten für Behördengänge, die Anwaltshonorare im Landrechtsstreit und das Gehalt der Dorflehrerin. Wir stärken Selbstvertrauen und Selbstverwaltung und bekämpfen die tägliche Not durch Gartenbau, Hühner- und Meerschweinchenzucht sowie Aufforstungsmaßnahmen.

Nicht weit entfernt liegt San Pedro de Pichanáz. Zwar muss das Dorf nicht mehr um Anerkennung  kämpfen, doch fehlt eine Dorfsatzung, die nötig wäre, um sinnvolle Entwicklung zu ermöglichen. Ohne Satzung aber herrscht Gesetzlosigkeit: Ein korrupter Holzunternehmer verschaffte sich Zugang zum Dorf und beutet die Wälder skrupellos aus. Für eine LKW-Ladung Edelhölzer und Urwaldriesen zahlt er gerade einmal 200 Euro, was nur ein Bruchteil des wahren Holzwertes ist. „Wenn in ein paar Jahren alle Bäume weg sind, zieht der Unternehmer weiter und lässt unser Dorf in noch größerer Armut zurück,“ erklären die Dorfchefs Juan und Rebeca. Damit das nicht passiert, begleiten wir die Dorfbewohner dabei, die Gesetzlosigkeit zu beenden, Verträge neu zu verhandeln und eine alle Lebensbereiche ordnende Dorfsatzung auszuarbeiten. Ein nachhaltiger Dorfentwicklungsplan soll dann die schonende Nutzung der Wälder ermöglichen und so Naturschutz und Armutsbekämpfung gleichermaßen fördern. Schließlich helfen wir bei der Erschließung neuer Tätigkeitsfelder wie Fischzucht und Tourismus, um alternative Einkommensmöglichkeiten zu schaffen.

Siana  liegt in den Maasai-Ebenen Kenias, wo es kaum noch regnet. Jeden Tag beten die Dorfbewohner um ein Ende der Dürre, weil es kein Gras mehr gibt und ihre Kühe verhungern. „Wie sollen unsere Kinder zur Schule gehen, wenn die Eltern das Schulgeld ohne Rinder nicht mehr zahlen können?“ – fragten sich Moses, Lineth und Mark, und gründeten mit anderen Dorfbewohnern eine Selbsthilfegruppe. Chance e.V. unterstützt die Gemeinschaft dabei, Strategien zu entwickeln, um den Dürreperioden nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Wir fördern Frauen und vermitteln den ärmsten Kindern deutsche Paten, damit sie weiter zur Schule gehen können. Gleichzeitig suchen wir gemeinsam mit den Dorfbewohnern nach Wegen, wie sie von den Touristen im benachbarten Maasai Mara Reservat profitieren und ihre Armut so selber bekämpfen können.

Gemeinsam ist diesen drei Dörfern die Entschlossenheit der Menschen, die für ihre Dörfer beten sowie aktiv Verantwortung übernehmen. Berna aus San Gerónimo beschreibt unsere Begleitung dieser Menschen so: „Chance e.V. macht uns von innen stark, damit wir selber aktiv werden können. So behalten wir unsere Würde und hinterlassen unseren Kindern ein funktionierendes Dorf. “

Zu unserem Einsatz an der Seite dieser und anderer Dorfgemeinschaften zählen Schulungen mit Fachkräften wie Agrartechnikern, Forstwirten und Ethnologen, Landvermessung, Rechtsberatung, Erstellung von Raumnutzungsplänen und Armutsbekämpfung, Lobbyarbeit, Umweltschutz, Kinderfreizeiten und Frauen-förderung, Stärkung der indigenen Identität und Beratung. All das ist wichtig für die ganzheitliche Entwicklung der Dörfer, damit eine lebenswerte, nachhaltige und selbstbestimmte Zukunft möglich wird.

Allein für diese drei Dörfer haben wir für 2018 fast 70.000 Euro veranschlagt. Nur ein Teil ist durch Dauerspenden gedeckt, so dass uns noch fast 50.000 Euro fehlen. Genau dafür brauchen wir Ihre Hilfe:

Schenken Sie diesen Menschen doch zu Weihnachten die Chance, ihre Dörfer zu retten und ihr Zusammenleben positiv zu gestalten. Unterstützen Sie uns hierfür mit einer Spende mit dem Verwendungszweck „8100 Weihnachtsaktion.“ Das Spendenkonto lautet wie immer: DE92 3506 0190 1014 4450 10 – BIC: GENODED1DKD – KD Bank.

Gemeinsam können wir so die Welt, die wir kennen, ein klein Wenig umgestalten in die Welt, die Gott beabsichtigt – und zwar ganz konkret in ein paar Dörfern in Peru und Kenia.

Vielen Dank, muchas gracias und ashé oleng, dass Sie auch 2017 wieder mit all diesen Menschen und unserem Team unterwegs waren. Bleiben Sie auch 2018 an unserer Seite!

Muchas Gracias – Parasyos – Asante Sana – Ashé Oleng