Tränen der Überraschung

Zwei unserer Patenkinder in Peru mussten in ein entlegenes Indianerdorf umziehen. Unsere peruanische Sozialarbeiterin Angélica machte sich dann auf den Weg, um die beiden zu besuchen. Alein die Anreise dauerte 4,5 Stunden. Als die Kinder Angélica sahen, fingen sie vor Freude an zu weinen und nahmen sie fest in den Arm. Auch die Mutter der beiden konnte es kaum fassen und rief mit Tränen in den Augen nach der Dorfchefin. Auch die war sprachlos und sagte, so viel Anteilnahme hätte sie noch nie erlebt. Jetzt möchte sie unsere Partnerorganisation besuchen, um zu fragen, ob wir auch in ihrem Dorf aktiv werden können.

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Die Eisbrecher-Hühner von Yunculmás:

Zwei Jahre lange führten wir Gespräche mit den Bewohnern von Yunculmás. Langsam wächst das Vertrauen und die Lust der Dorfbewohner, mit unserem Team zusammenzuarbeiten.

Vor zwei Monaten dann befähigten wir 10 Familien dazu, ihre eigenen Hühner zu züchten. Die Hennen von drei Familien ziehen jetzt schon die ersten Küken auf. Diese Hühner haben das Eis gebrochen, nun wollen noch mehr Dorfbewohner mit uns zusammenarbeiten. Dabei ist das Ziel ein ganzheitlich und nachhaltig selbst verwaltetes und starkes Dorf.

 

 

Kinderfreizeit im Dschungeldorf

Kürzlich fand im Indianerdorf Pichanáz eine Chance-Kinderfreizeit statt, durch die viele Ziele gleichzeitig erreicht werden konnten:

  • Ein Psychologe erstellte personalisierte Betreuungskonzepte für die teilnehmenden Familien und Patenkinder.
  • Kreative Angebote halfen den Kindern, ihre Fähigkeiten spielerisch zu entdecken.
  • Das Selbstwertgefühl der Kinder wurde gestärkt.
  • Die Eltern entkamen der Tristesse des Alltags und brachten sich ehrenamtlich ein.
  • Vier deutsche Freiwillige halfen, wo sie konnten, lernten Kinder und Indianerdorf kennen.
  • Der Traum der Indianer, durch Tourismus Geld zu verdienen und so ihre Wälder zu bewahren, nahm ganz konkret Gestalt an, denn…
  • jede Familie im Dorf profitierte von der Kinderfreizeit, indem sie Fisch, Maniokwurzeln und Bananen verkauften oder als Aufpasser und Rettungsschwimmer über das Wohl der Kinder wachten. Sie erfuhren ganz praktisch, dass es für ihren Lebensunterhalt Alternativen zur Waldzerstörung gibt.
  • Das kulturelle Selbstwertgefühl der Indianer wurde gestärkt, indem sie ihre Lebensweise und ihre reiche Tradition mit den Patenkindern teilten.
  • Alle Kinder lernten, wie wichtig die Indianergemeinschaften für den Erhalt der Regenwälder
  • Gemeinsam verbesserten Kinder und Indianer ihre soziale, interkulturelle und ökologische Kompetenz
  • … und hatten natürlich viel Spaß bei traditionellen Tänzen, beim Basteln, beim Sport und am Dschungelfluss in Pichanáz.

 

Kampf bis zum Schluss

Auch auf den letzten Metern kämpfen unsere Partner in Peru mit den Versuchen korrupter Beamter, doch noch Schmiergelder zu erhalten. Das kommt natürlich nicht in Frage.
Doch jetzt ist der Weg frei, unser großes Projekt darf nun veröffentlicht werden – und das gleich mehr als 10mal: im Amtsblatt, der größten regionalen Zeitung, in den 3 regionalen Niederlassungen der Forstbehörde und in zwei Stadtverwaltungen. Das Ganze dann jeweils 2mal – einmal online und einmal als Aushang oder Annonce.
Es ist nicht leicht, bei einem solchen Sumpf die Nerven zu behalten. Doch unsere Partner schaffen das trotz aller Zermürbungsstrategien der korrupten Beamten gut.
IMGP1974

Identität

Sich nicht mehr schämen zu müssen, das ist das Ziel unserer Veranstaltungen zum Thema Identität:

Denn die Bewohner Amazoniens haben vielfältige Hintergründe – indigene Ureinwohner, Armutsflüchtlinge aus den Hochanden und weiße Kolonisten. Damit kein Kind sich mehr für seine Herkunft schämt, thematisieren und feiern wir immer wieder ihre Vielfalt und unterschiedlichen Traditionen.

 

Schriftliche Bestätigung

Die zentrale Forstbehörde hat diese Woche nach zwei Jahren in einer schriftlichen Stellungnahme ihre offizielle Empfehlung ausgesprochen, dass uns fast 20.000 Hektar Regenwald auf 40 Jahre übertragen werden sollen. Das entspricht 10 x 20 km mitten in einer noch vor 30 Jahren dicht bewaldeten Provinz, die heute schon so stark entwaldet ist, dass die Trockenheit den Kleinbauern immer weiter zusetzt. Mit unserem regenspendenden Wald setzen wir ein Zeichen der Hoffnung.

Jetzt müssen noch drei Bürgermeister zustimmen und ab Montag soll das Projekt zwei Wochen lang im Amtsblatt und der Regionalzeitung veröffentlicht werden. Wenn niemand Einspruch erhebt, können dann wohl die Verträge unterzeichnet werden.

Wir freuen uns, wenn ihr bis dahin für diese Endphase dieses sehr langen Prozesses betet. Vielen Dank!

Ein Traum aus Holz und Sonne

Seit Anfang 2016 hatten wir für unsere Arbeit im peruanischen Amazonasgebiet einen großen Traum:  

Das Atiycuy-Solarprojekt:

Das Chance-Projektzentrum Casa Atiycuy:

Mundi bei der Arbeit:

Wir wollten ein eigenes Chance-Projektzentrum bauen. Denn anstatt jeden Monat weiter kostbare Spenden für die Miete von Büros, Gruppenräumen und Teamunterkünften auszugeben, wollten wir Geld sparen und dank der Einsparungen einen weiteren einheimischen Mitarbeiter einstellen, um noch mehr in das Leben der armen Dorfgemeinschaften investieren zu können.

Dank glücklicher Führung und der großzügigen Unterstützung vieler unserer Freunde hier in Deutschland ist dieser Traum mittlerweile wahr geworden: Direkt hinter dem Provinzkrankenhaus steht nun in dem Städtchen Villa Rica unser neues Chance-Projektzentrum mit Büros, Unterkünften und Mehrzweckräumen. Genau im richtigen Moment fanden wir nicht nur das passende Grundstück, sondern auch gleich noch ein peruanisches Architektenehepaar mit deutschem Uniabschluss sowie einen zuverlässigen peruanischen Bauunternehmer. Zwar wird im mehrheitlich aus Holz errichteten Projektzentrum noch etwas weitergebaut, doch seit einem Monat hat unsere Partnerorganisation nun schon alle Räumlichkeiten bezogen und koordiniert alle unsere Projekte in der Region von hier aus.

Unsere Arbeit in Amazonien hat so ein noch solideres Fundament bekommen und von der gesparten Miete konnten wir auch gleich den erträumten und dringend benötigten zusätzlichen Mitarbeiter einstellen. Mundi ist Agrar-Techniker und begleitet die Dorfgemeinschaften unermüdlich, engagiert sich an ihrer Seite und hilft ihnen, sich auch selbst immer besser zu organisieren. Die Reaktion der Menschen auf Mundis Einsatz ist sehr positiv und macht Hoffnung.

Für all diese erstaunliche Führung und so viel Segen sind wir von Herzen dankbar!

Seit einigen Wochen nun haben wir jetzt einen neuen Traum: 

Unser Architekt Michele machte nämlich ein kleines Familienunternehmen ausfindig, das in Peru zu den Pionieren im Bereich regenerativer Energie gehört und dabei auf gemeinnützige Solarprojekte spezialisiert ist. Wir haben jetzt also auch noch die Chance, unsere Stromkosten durch den Einsatz von Sonnenenergie auf ein Minimum zu reduzieren und so die Verwaltungskosten unserer Projekte in Peru noch weiter zurückzufahren. Auch diese Einsparung stellt sicher, dass Ihre Spenden direkt dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden: bei den Menschen in den Dörfern und Slums vor Ort.

Damit auch dieser Traum wahr werden kann, brauchen wir jetzt noch einmal Ihre Hilfe:

Denn trotz eines sehr günstigen Angebots fehlen uns für die Installation der ca. 28 Quadratmeter großen Solaranlage mit genügend Batteriespeicher umgerechnet noch ca. 5800 Euro, die sich in weniger als fünf Jahren amortisieren werden.

Helfen Sie uns deshalb doch bitte auch jetzt wieder, damit auch dieser Traum eines energetisch weitgehend autarken Projektzentrums mit minimalen Energie- und Nebenkosten noch vor offiziellem Bauschluss Ende Oktober in Erfüllung gehen kann!

Unterstützen Sie dieses Vorhaben mit einer zweckgebundenen Spende mit dem Verwendungszweck „8300 Casa Atiycuy“. Unser Spendenkonto lautet wie immer: IBAN: DE92 3506 0190 1014 4450 10 – BIC: GENO DE D1 DKD – Bank für Kirche und Diakonie. Alle Spenden sind steuerlich absetzbar.

Im Namen unseres ganzen Teams und all der Menschen vor Ort sage ich von Herzen vielen Dank und muchas gracias für Ihre Anteilnahme und großzügige Unterstützung!

Gemeinsam können wir Träume wahrmachen!